Nina Warken im Austausch zur Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum

Ende April suchte Bundesgesundheitsministerin Nina Warken gezielt den direkten Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern: Beim ersten Bürgerdialog „Sprechen wir darüber“ kam sie mit rund 200 Menschen aus Mechterstädt und Umgebung ins Gespräch. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie eine gute Gesundheitsversorgung in ländlichen Regionen heute und in Zukunft gesichert werden kann.

Sprechen wir darüber

Nach einer kurzen Podiumsvorstellung zum Auftakt ging es schnell in die Diskussion: Wie lässt sich eine gute und wohnortnahe medizinische Versorgung im ländlichen Raum heute und in Zukunft sicherstellen? Unter der Moderation von Dr. Julia Kropf diskutierten Bundesgesundheitsministerin Nina Warken, Prof. Dr. Jutta Bleidorn (Universität Jena), Dr. Annette Rommel (Kassenärztliche Vereinigung Thüringen) und Christian Piszczan-Korff (Rettungssanitäter und Notfallseelsorger) mit dem Publikum. Bürgerinnen und Bürger, Fachleute aus Medizin und Pflege sowie Vertreterinnen und Vertreter des Gesundheitswesens brachten ihre Perspektiven ein, unter anderem zu den Themen Versorgung, Pflege und Digitalisierung.

Gute Versorgung gelingt nur gemeinsam

Im Mittelpunkt standen Fragen zur haus- und fachärztlichen Versorgung im ländlichen Raum, zur Rolle der Pflege, zur finanziellen Tragfähigkeit des Gesundheitssystems sowie zur Zukunft von Krankenhäusern und Vor‑Ort‑Apotheken. Der an diesem Tag im Bundeskabinett verabschiedete Gesetzentwurf zur GKV-Beitragssatzstabilisierung war ebenso Gegenstand beim Austausch mit der Bundesgesundheitsministerin.

Immer wieder wurde die Sorge um eine in Zukunft ausreichende und gute Haus- und Facharztversorgung im ländlichen Raum zum Ausdruck gebracht. Ebenso bewegten viele aus dem Publikum Fragen zur Finanzierung und besseren Arbeitsbedingungen in Krankenhäusern sowie zum Abbau bürokratischer Prozesse. Die Beiträge zeigten unter anderem die Rolle digitaler Tools auf, die gerade auf dem Land Wege und Ressourcen einsparen könnten. Doch es waren nicht nur aktuelle Herausforderungen Teil der Diskussionen, sondern auch gute und pragmatische Beispiele aus der Region, die bereits in der Praxis erfolgreich sind. Es wurde deutlich, dass vor allem eine starke Primärversorgung für die Versorgung auf dem Land entscheidend ist. Das bekräftigten die Podiumsteilnehmenden und viele Stimmen aus dem Publikum.Hier braucht es in Zukunft neue Formen der interdisziplinären Zusammenarbeit, Koordination und Ausbau von Berufsbildern, zum Beispiel im pflegerischen Bereich und in der Apotheke.

Am Ende der Veranstaltung nahmen viele Teilnehmende das Gefühl mit, gehört worden zu sein – und die Erkenntnis, dass die nächsten Schritte für eine starke Versorgung auf dem Land nur gemeinsam gelingen können. Der offene und konstruktive Austausch machte deutlich, wie wichtig Dialog und Verständigung zwischen den unterschiedlichen Perspektiven aus Politik, Fachpraxis und Bürgerinnen und Bürgern für die Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum ist. Dies bekräftigte auch Bundesgesundheitsministerin Nina Warken: „Ich habe mitgenommen, dass hier alle auch bereit sind, künftig zusammenzuarbeiten, den Teamgedanken noch mehr zu leben, um die Versorgung in der Fläche sicherzustellen. Ärztinnen, Ärzte, Apotheker, Pflegeberufe, Hebammen – alle waren hier und haben Vorschläge gemacht, wie man künftig gemeinsam eine gute Versorgung auch in der Fläche sicherstellen kann und das macht mir Mut und zu allen weiteren Themen sind wir auch im Austausch.“

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